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Hand mit Smartwatch an einer Kurzhantel auf dem Studioboden.

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Krafttraining-App ohne Abo: Geht das noch?

· Chris · 7 Min. Lesezeit · Aktualisiert

Ein Abo ist nicht automatisch ein schlechtes Geschäftsmodell. Eine Trainings-App wird weiterentwickelt, muss gepflegt werden und kann laufende Kosten verursachen.

Trotzdem ist die Frage berechtigt: Muss ein digitales Trainingslogbuch wirklich jeden Monat Geld kosten?

Die kurze Antwort lautet: nein. 2026 gibt es weiterhin Krafttraining-Apps mit dauerhaft nutzbarer Gratis-Version, mit Einmalkauf oder mit einer Kombination aus beidem. Interessanter als der reine Monatspreis ist deshalb eine andere Frage:

Was kannst du nach drei Monaten noch nutzen, wenn du nichts bezahlst?

Drei Bezahlmodelle, die ähnlich aussehen — aber etwas anderes bedeuten

Bei Fitness-Apps werden häufig drei Modelle vermischt.

1. Dauerhaft kostenlose Basis-Version

Du kannst die App ohne Zeitlimit weiterverwenden. Bestimmte Funktionen oder Limits bleiben Pro vorbehalten.

Hevy, Strong, Alpha Progression und JEFIT fallen aktuell grundsätzlich in diese Kategorie — allerdings mit sehr unterschiedlichen Grenzen.

2. Testphase mit anschließender Paywall

Du bekommst für einige Tage oder Workouts Zugriff und musst danach ein Abo abschließen, wenn du weitermachen möchtest.

Fitbod arbeitet aktuell beispielsweise mit einer siebentägigen Testphase, die an ein Monats- oder Jahresabo gekoppelt ist.

3. Lifetime beziehungsweise Einmalkauf

Du bezahlst einmal und erhältst den jeweiligen Pro-Umfang ohne wiederkehrende Abo-Gebühr.

Hevy und Strong bieten solche Optionen an. hitPR ebenfalls.

Ein Lifetime-Kauf bedeutet allerdings nicht, dass eine App technisch für alle Zeiten existiert. Er bedeutet zunächst nur: Für diesen Zugang fällt keine wiederkehrende Gebühr an. Strong weist in seinen Nutzungsbedingungen beispielsweise ausdrücklich darauf hin, dass „Forever“ die Lebensdauer des Dienstes meint und keine Garantie für einen ewig betriebenen Service ist.

Das ist kein Sonderfall von Strong, sondern ein sinnvoller Punkt für jeden Einmalkauf: Bezahlmodell und Datenhaltbarkeit sind zwei verschiedene Fragen.

Was kosten bekannte Krafttraining-Apps 2026?

Die folgende Tabelle zeigt regulär veröffentlichte Preise, die ich im September 2026 geprüft habe. Wo Anbieter in US-Dollar abrechnen, lasse ich die Dollarpreise stehen — App-Store-Preise können je nach Land, Plattform, Steuer und Aktion abweichen.

AppDauerhaft kostenlos nutzbar?MonatJahrEinmalkauf
hitPRJa — Kernfunktionen€1,99€19,99€34,99
HevyJa — mit Limits$2,99$23,99$74,99
StrongJa — mit Limits$4,99$29,99$99,99
Alpha ProgressionJa — Basiszugang€12,99€79,99
JEFITJa — Basic$12,99$69,99
FitbodTestphase$15,99$95,99

Die Preise allein erzählen aber nur die halbe Geschichte.

Bei einem Trainingslogger kann ein günstiges Abo völlig in Ordnung sein, wenn genau die Funktionen enthalten sind, die du täglich nutzt. Umgekehrt kann eine kostenlose App teuer wirken, wenn das eine Feature, das du brauchst, hinter einer Paywall liegt.

Was heißt bei einer Trainings-App eigentlich „kostenlos“?

Hier lohnt sich der Blick auf konkrete Grenzen.

Hevy

Hevy erlaubt in der kostenlosen Version unbegrenzt Workouts zu loggen, begrenzt aktuell aber unter anderem:

  • Routinen auf 4
  • eigene Übungen auf 7
  • Diagramm-Historie auf 3 Monate

Pro hebt diese Grenzen auf und ergänzt weitere Auswertungen und Funktionen.

Das ist ein sinnvoll nutzbares Free-Tier — nur eben kein unbegrenztes.

Strong

Strong lässt auch ohne Pro Workouts loggen. Die kostenlose Version ist laut Help Center auf 3 Workout-Templates begrenzt.

Wer nur zwei oder drei feste Trainingstage verwendet, kann damit lange auskommen. Wer mehrere Pläne, Varianten oder Trainingsblöcke gleichzeitig vorhalten möchte, erreicht die Grenze entsprechend schneller.

Alpha Progression

Hier ist eine wichtige Korrektur zu älteren Vergleichen nötig: Alpha Progression ist nicht mehr nur eine 14-Tage-Demo.

Die aktuelle Free-Version erlaubt unter anderem:

  • eigene Pläne
  • unbegrenztes Workout-Logging
  • die komplette Übungsbibliothek
  • Körpermesswerte

Pro schaltet vor allem Plangenerator, Progressionsempfehlungen, Charts und weitere fortgeschrittene Funktionen frei.

JEFIT

JEFIT bietet ebenfalls ein dauerhaftes Basic-Tier mit eigenen Routinen, Trainingshistorie und Übungsbibliothek. Elite ergänzt unter anderem erweiterte Analysen, professionell erstellte Pläne, Watch-Support und eine werbefreie Nutzung.

Fitbod

Fitbod ist konzeptionell etwas anderes. Der Schwerpunkt liegt stärker auf automatisch generierten und angepassten Workouts. Aktuell gibt es dafür eine siebentägige Testphase; anschließend ist ein kostenpflichtiger Zugang nötig.

Das kann für jemanden sinnvoll sein, der genau diese Trainingsvorschläge möchte. Wer nur Sätze, Wiederholungen und Gewichte dokumentieren will, bezahlt damit aber für deutlich mehr als ein Logbuch.

Der entscheidende Vergleich ist nicht „Abo oder kein Abo“

Ein Lifetime-Preis klingt automatisch attraktiv. Trotzdem würde ich eine Trainings-App nicht nur danach auswählen.

Vier Fragen sind wichtiger:

Kann ich ohne Zahlung sinnvoll trainieren?

Eine Free-Version ist dann hilfreich, wenn sie nicht nur die Oberfläche zeigt, sondern einen echten Trainingsalltag erlaubt.

Ein Limit von drei oder vier Routinen kann für einen simplen Ganzkörperplan völlig irrelevant sein. Für jemanden, der mehrere Blöcke, Programme und Varianten verwaltet, kann dasselbe Limit störend sein.

Welche Funktion bezahle ich eigentlich?

Ein Abo für automatische Trainingsplanung, Cloud-Synchronisation oder laufend weiterentwickelte Coaching-Logik ist etwas anderes als ein Abo nur dafür, ältere Diagramme ansehen zu dürfen.

Nicht jede Paywall ist künstlich. Aber nicht jede Paywall erzeugt für jeden Nutzer denselben Mehrwert.

Komme ich mit meinen Daten wieder heraus?

Das wird beim Preisvergleich fast immer vergessen.

Wenn du über Jahre trainierst, ist die Historie irgendwann wertvoller als die App selbst. Ein sauberer Export kann deshalb wichtiger sein als fünf Euro Unterschied beim Jahrespreis.

Funktioniert die App noch, wenn der Dienst nicht erreichbar ist?

Ein Einmalkauf schützt dich vor wiederkehrenden Zahlungen. Er schützt dich nicht automatisch vor Server-Ausfällen oder einer später eingestellten Plattform.

Wenn dir langfristige Datenhoheit wichtig ist, solltest du deshalb zusätzlich prüfen, ob die App offline funktioniert und ob deine Daten lokal beziehungsweise exportierbar bleiben.

Warum hitPR Free und Pro anders trennt

Ich entwickle hitPR selbst. Dieser Artikel ist deshalb kein neutraler Vergleich — und sollte auch nicht so tun, als wäre er einer.

Die Grundidee beim Bezahlmodell ist relativ einfach:

Das eigentliche Training soll nicht von Pro abhängen.

Deshalb gehören die Funktionen, die du während des Trainings brauchst, in die kostenlose Version:

  • unbegrenzt Trainingspläne erstellen und nutzen
  • 20+ fertige Programme
  • 8 anpassbare Progressions-Systeme
  • rund 1.300 Übungen mit Animationen
  • PR-Tracking
  • Muscle Heatmap
  • Plate Calculator
  • Smart Replace und Smart Warm-Up
  • Datenexport
  • Offline-Nutzung
  • keine Werbung
  • kein Account-Zwang

Pro erweitert vor allem Dinge, die über das unmittelbare Loggen hinausgehen:

  • längere Analysezeiträume über die kostenlosen vier Wochen hinaus
  • verschlüsseltes Cloud-Backup
  • Watch Companion für Wear OS

Dafür gibt es drei Wege:

  • €1,99 pro Monat
  • €19,99 pro Jahr
  • €34,99 einmalig

Wer die zusätzlichen Funktionen nicht braucht, muss kein Pro kaufen, um weiterzutrainieren.

Wann ein Abo trotzdem die bessere Wahl sein kann

„Ohne Abo“ ist kein Qualitätsmerkmal an sich.

Ein Abo kann sinnvoll sein, wenn du für eine laufende Dienstleistung bezahlst, die dir tatsächlich Arbeit abnimmt.

Zum Beispiel:

  • automatisch generierte und angepasste Workouts
  • Coaching oder Trainer-Kommunikation
  • soziale Funktionen mit Server-Infrastruktur
  • geräteübergreifende Synchronisation
  • regelmäßig neue geführte Inhalte

Wenn genau das dein Trainingsproblem löst, ist ein gutes Abo möglicherweise die bessere Investition als eine günstigere App, die diese Funktion gar nicht anbietet.

Umgekehrt gilt dasselbe: Wenn du deinen Plan bereits kennst und hauptsächlich loggen, steigern und langfristig vergleichen möchtest, brauchst du möglicherweise keinen laufenden Coaching-Dienst.

Für wen hitPR passt — und für wen nicht

hitPR richtet sich an Leute, die strukturiertes Krafttraining möglichst transparent verwalten wollen.

Gut geeignet ist die App, wenn du:

  • nach einem festen Plan trainierst oder eigene Pläne baust
  • Progressionsregeln nachvollziehen und anpassen möchtest
  • PRs und Trainingsverlauf dokumentierst
  • offline trainieren möchtest
  • keinen Account für ein Trainingslogbuch anlegen willst
  • eine kostenlose Kern-App oder einen günstigen Einmalkauf bevorzugst

Weniger passend ist sie, wenn du:

  • ein soziales Netzwerk direkt in der App möchtest
  • geführte Video-Workouts suchst
  • primär Lauf-, Rad- oder anderes Ausdauertraining analysierst
  • einen Algorithmus möchtest, der dir das komplette Training eigenständig vorgibt

Das ist kein Nachteil dieser anderen Ansätze. Es ist eine andere Produktentscheidung.

Fazit

Ja, eine Krafttraining-App ohne laufendes Abo gibt es 2026 weiterhin.

Der wichtigere Punkt ist aber, welche Art von „ohne Abo“ du suchst:

  • Hevy und Strong haben nutzbare Free-Versionen und zusätzlich Lifetime-Angebote.
  • Alpha Progression und JEFIT bieten dauerhaft nutzbare Basis-Versionen, finanzieren erweiterte Funktionen über Abos.
  • Fitbod verkauft stärker den laufenden Trainingsalgorithmus und arbeitet nach der Testphase mit einem Abo.
  • hitPR hält die Kernfunktionen kostenlos und bietet Pro sowohl als Abo als auch für einmalig €34,99 an.

Ein guter Preisvergleich endet deshalb nicht beim Monatsbetrag. Er endet bei der Frage:

Kann ich damit so trainieren, wie ich trainieren will — und behalte ich langfristig Zugriff auf meine Daten?

Wenn du eine Krafttraining-App ohne Abo ausprobieren möchtest, kannst du hitPR hier ansehen. Die Kernversion hat kein Zeitlimit.


Quellen

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