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Alternative zu Hevy und Strong: wann sich ein Wechsel lohnt
Inhalt
Wer nach einer Alternative zu Hevy oder Strong sucht, braucht meistens nicht einfach noch eine Trainings-App.
Meist stört etwas Konkretes: Die kostenlose Version wird zu eng, der Verlauf ist begrenzt, du möchtest kein laufendes Abo mehr oder du willst, dass deine Progressionsregeln direkt im Trainingsplan stecken.
Das ist ein besserer Ausgangspunkt als die Frage, welche App pauschal „die beste“ ist.
Denn Hevy und Strong sind gute Trainingslogger. Wenn dein aktueller Workflow funktioniert, gibt es keinen Grund, nur aus Neugier drei Jahre Trainingshistorie umzuziehen.
Ein Wechsel lohnt sich dann, wenn die neue App ein Problem löst, das dich regelmäßig betrifft.
Erst klären: Was stört dich eigentlich?
Die Unterschiede zwischen Trainings-Apps liegen heute weniger darin, ob sie Gewicht und Wiederholungen speichern können. Das können praktisch alle.
Interessanter sind vier andere Fragen:
| Frage | Warum sie wichtig ist |
|---|---|
| Wie frei ist die kostenlose Version? | Limits bei Routinen, Verlauf oder eigenen Übungen können erst nach Monaten relevant werden. |
| Wie wird Progression gesteuert? | Manche Apps protokollieren, andere empfehlen Gewichte oder führen feste Regeln automatisch aus. |
| Wem gehören Backup und Export? | Ein guter Wechsel funktioniert in beide Richtungen. |
| Welche Auswertung brauchst du wirklich? | Social Feed, Körperkarte, PR-Verlauf und adaptive Planung lösen unterschiedliche Probleme. |
Wenn du bei keiner dieser Fragen ein Problem mit deiner aktuellen App hast, ist Bleiben wahrscheinlich die vernünftigste Entscheidung.
Wann Hevy wahrscheinlich besser zu dir passt
Hevy verbindet Trainingslogging mit einem ausgeprägten sozialen Teil. Du kannst anderen folgen, Workouts im Feed sehen, Likes und Kommentare vergeben und Routinen teilen.
Dazu kommt inzwischen Hevy Trainer: ein Pro-Feature, das auf Basis deiner Ziele und bisherigen Leistungen Programme erstellt, Arbeitsgewichte automatisch anpasst und Übungen austauschen kann.
Das ist ein anderer Ansatz als ein klassischer regelbasierter Trainingsplan.
Wenn du möchtest, dass die App möglichst viel Programmierungsarbeit übernimmt, oder wenn dir der soziale Teil Motivation gibt, ist Hevy deshalb nicht bloß ein Logger, den man möglichst schnell ersetzen müsste.
Die kostenlose Version hat allerdings Grenzen. Laut Hevy gelten aktuell unter anderem:
- maximal 4 Routinen
- maximal 7 eigene Übungen
- 3 Monate Verlauf in den entsprechenden Statistiken
Ob dich das stört, hängt komplett von deinem Training ab. Wer seit Jahren dieselben drei Einheiten trainiert, kann mit vier Routinen problemlos auskommen. Wer viele Programme baut und vergleicht, merkt das Limit deutlich früher.
Welche Bezahlmodelle und Lifetime-Optionen die verschiedenen Apps aktuell anbieten, habe ich hier im Detail zusammengefasst.
Wann Strong wahrscheinlich besser zu dir passt
Strong ist bewusst näher am klassischen Trainingslogbuch.
Die App ist schnell, übersichtlich und lässt dich in der kostenlosen Version unbegrenzt viele Workouts speichern. Limitiert sind dort vor allem die eigenen Routinen: Free erlaubt aktuell drei.
Wenn du einen bestehenden Plan hast und hauptsächlich willst, dass das Logging während des Trainings möglichst wenig im Weg steht, ist genau diese Einfachheit ein Vorteil.
Nicht jeder braucht eine Progressions-Engine, 20 fertige Programme oder eine detaillierte Muskelanalyse.
Eine App, die weniger entscheidet, kann die bessere App sein, wenn du selbst bereits genau weißt, was du trainieren möchtest.
Wann ein Wechsel zu hitPR sinnvoll werden kann
hitPR setzt an anderen Stellen Schwerpunkte.
Die App ist offline-first, braucht kein hitPR-Konto und versucht nicht, dein Trainingsprogramm selbst zu erfinden. Stattdessen kannst du die Regeln festlegen, nach denen sich dein Plan entwickeln soll.
Das passt besonders dann, wenn du eine dieser Situationen kennst.
Du willst Progression automatisieren — aber die Regel selbst bestimmen
Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen:
„Die App entscheidet, welches Gewicht als Nächstes sinnvoll ist.“
und
„Ich entscheide nach welcher Regel gesteigert wird, und die App führt diese Regel aus.“
hitPR verfolgt den zweiten Ansatz.
Du kannst beispielsweise lineare Progression, Double Progression, AMRAP-basierte Regeln, effortbasierte Progression oder zyklische Systeme wie 5/3/1 und GZCLP verwenden.
Die Parameter bleiben sichtbar: Steigerung, Fehlversuche, Deload-Regel oder Schemawechsel lassen sich nachvollziehen und anpassen.
Das ist nicht automatisch besser als eine adaptive Empfehlung. Es eignet sich nur für einen anderen Trainingsstil.
Wenn du gerne verstehst, warum heute 82,5 kg auf dem Plan stehen, ist eine transparente Regel oft angenehmer als eine Black Box.
Was progressive Überlastung dabei praktisch bedeutet, ist ein eigenes Thema. Entscheidend ist hier nur: Die App setzt die von dir gewählte Logik um, statt sie zu verstecken.
Du brauchst mehr als eine Liste von Routinen
Eine Routine ist eine wiederverwendbare Trainingseinheit.
Ein Trainingsprogramm kann mehr sein:
- mehrere Trainingstage
- Wochen, die sich voneinander unterscheiden
- festgelegte Zyklen
- unterschiedliche Satz- und Wiederholungsschemata
- Regeln für Steigerung oder Deload
Wenn du nach 5/3/1, GZCLP oder einem anderen strukturierten Programm trainierst, ist dieser Unterschied relevant.
In hitPR kannst du solche Abläufe selbst bauen oder mitgelieferte Programme als Ausgangspunkt verwenden. Rund 1.300 Übungen stehen in der Datenbank; eigene Übungen lassen sich ergänzen.
Wie du einen Plan sinnvoll strukturierst, steht im Artikel über das Erstellen von Trainingsplänen.
Du willst deine Trainingsverteilung genauer sehen
Eine Muskelkarte kann nützlich sein — solange klar ist, was sie tatsächlich misst.
Sie kann dir zeigen, wo deine protokollierten Sätze landen. Sie kann nicht direkt messen, wie viel ein Muskel gewachsen ist oder ob dein individuelles Volumen optimal ist.
hitPR wertet dafür 19 Muskelgruppen getrennt aus. Unter anderem werden vordere, seitliche und hintere Schulter separat betrachtet; ebenso etwa oberer und unterer Rücken sowie Adduktoren und Abduktoren.
Für die Zählung gilt ein transparentes Modell:
- primär beteiligter Muskel: voller Satz
- sekundär beteiligter Muskel: anteiliger Satz
Das ist eine Vereinfachung — wie jede automatische Muskelzuordnung.
Deshalb kannst du die Zuordnung pro Übung selbst anpassen. Wenn deine Ausführung oder Übungsvariante andere Muskeln betont als der Datenbankstandard, lässt sich die Analyse entsprechend ändern.
Der Mehrwert liegt nicht darin, dass die Körperkarte dir sagt, was du trainieren musst.
Sie macht eine Frage sichtbar, die du sonst selbst aus dem Trainingslog zusammensuchen müsstest:
Wie verteilen sich meine Arbeitssätze eigentlich über die Woche?
Der wichtigste Schritt beim Wechsel: zuerst exportieren
Bevor du irgendeine Trainings-App löschst, exportiere deine Daten.
Das klingt selbstverständlich, wird aber oft erst dann wichtig, wenn die alte App bereits nicht mehr eingerichtet ist.
Sowohl Hevy als auch Strong bieten aktuell einen CSV-Export an.
Bei Hevy kannst du Trainings- und Messdaten getrennt exportieren. Strong exportiert die Trainingshistorie ebenfalls in ein tabellenfreundliches CSV-Format.
Damit hast du zunächst eine Kopie außerhalb der App.
Das ist unabhängig davon sinnvoll, ob du anschließend zu hitPR, Excel oder einer anderen Trainings-App wechselst.
Wie der Import in hitPR funktioniert
Ein Trainingsdaten-Import ist komplizierter, als eine CSV-Datei einfach Zeile für Zeile zu kopieren.
Der häufigste Stolperstein sind Übungsnamen.
Die gleiche Bewegung kann beispielsweise heißen:
- Bench Press
- Barbell Bench Press
- Flat Bench Press
- Bankdrücken Langhantel
Beim Import versucht hitPR deshalb, die Übungen aus der Fremddatei den eigenen Übungen zuzuordnen. Du gehst die Vorschläge einmal durch und bestätigst oder korrigierst sie.
Direkt unterstützt werden aktuell:
- Hevy
- Strong
- FitNotes
Auch einfacher aufgebaute Exporte anderer Apps können funktionieren, wenn Datum, Übung und Trainingswerte in einer verwertbaren Tabellenstruktur stehen. Dazu gehören je nach Export beispielsweise GymRun, Liftosaur oder Fitbod.
JEFIT und Boostcamp werden aktuell nicht direkt unterstützt.
Diese Grenze würde ich lieber offen nennen, als mit „universellem Import“ zu werben und dir erst nach dem Wechsel zu sagen, dass die Datei nicht passt.
kg und lbs sind kein Detail
Nicht jeder Export speichert die Einheit so eindeutig, wie man erwarten würde.
Wenn aus einer Datei nicht klar hervorgeht, ob ein Gewicht in Kilogramm oder Pfund angegeben ist, fragt hitPR beim Import nach.
Das verhindert einen Fehler, der sonst still passieren könnte:
100 lb werden zu 100 kg.
Der Import funktioniert formal — deine gesamte Historie ist danach aber falsch.
Genau solche Plausibilitätsprüfungen sind wichtiger als die reine Anzahl unterstützter Dateiformate.
Ein Wechsel sollte auch wieder rückgängig zu machen sein
Eine App ist nur dann wirklich portabel, wenn du nicht nur hinein-, sondern auch wieder herauskommst.
Aus hitPR kannst du deine Trainingshistorie deshalb wieder exportieren. Zusätzlich gibt es ein vollständiges Backup mit Plänen und Einstellungen.
Dabei muss man zwei Dinge auseinanderhalten:
Portabler Trainingsdaten-Export: enthält die eigentlichen Trainingseinträge so, dass sie außerhalb von hitPR weiterverarbeitet werden können.
Vollständiges hitPR-Backup: enthält zusätzlich app-spezifische Strukturen wie deine Pläne und Einstellungen.
Die Programmlogik eines komplexen Plans lässt sich nicht sinnvoll in ein universelles CSV-Format pressen. Wenn du später zu einer anderen App wechselst, nimmst du deine Trainingshistorie mit — den Plan musst du dort unter Umständen neu bauen.
Das ist eine technische Grenze, keine Paywall.
Cloud-Backup: zentraler Account oder eigener Speicher?
Auch beim Backup gibt es nicht nur eine richtige Lösung.
Ein klassischer Cloud-Account ist bequem: Du meldest dich auf einem neuen Gerät an und der Anbieter stellt deine Daten wieder her.
Der Nachteil ist, dass deine Trainingshistorie auf der Infrastruktur dieses Anbieters liegt.
hitPR geht einen anderen Weg.
Das optionale Backup wird in deinem eigenen iCloud- oder Google-Drive-Speicher abgelegt. Vor dem Upload wird die Sicherung auf dem Gerät mit AES-256-GCM verschlüsselt.
Den Wiederherstellungscode behältst du selbst.
Dadurch betreibt hitPR keinen zentralen Account- und Trainingsdatenbestand, über den deine Sicherung wiederhergestellt werden müsste.
Die Kehrseite gehört dazu: Wenn du den Wiederherstellungscode verlierst und keine andere lesbare Sicherung mehr besitzt, kann ich die Verschlüsselung nicht für dich umgehen.
Das ist weniger bequem als ein „Passwort vergessen“-Button — aber genau die Konsequenz eines Systems, bei dem der Anbieter den Schlüssel nicht besitzt.
Was dir bei hitPR bewusst fehlt
Eine Alternative ist nur dann hilfreich, wenn auch die Nachteile klar sind.
Kein soziales Netzwerk
Es gibt keinen Feed, keine Follower und keine Kommentare in der App.
Workouts und PRs lassen sich als Karten teilen, aber wenn der soziale Austausch selbst Teil deiner Trainingsmotivation ist, spielt Hevy seine Stärke aus.
Kein Coach, der aus deinen Daten selbst umplant
hitPR führt Progressionsregeln aus, die du auswählst oder konfigurierst.
Mit Pro berechnet dir hitPR Adapt einen Plan aus deinen Antworten: Ziel, Erfahrung, Tage, Zeit pro Training und Geräte. Das geschieht nach festen Regeln, und gleiche Antworten ergeben immer denselben Plan. Die Gewichte steigen danach mit Double Progression, und der Plan selbst ändert sich nur, wenn du ihn anpasst.
hitPR versucht nicht, aus deinen Trainingsdaten selbstständig ein neues Programm zu erfinden.
Wenn du genau diese automatische Entscheidung möchtest, ist ein adaptiver Trainer wie Hevy Trainer näher an deinem Bedarf.
Cardio ist nicht der Schwerpunkt
Laufen, Rudern oder Radfahren lassen sich mit grundlegenden Werten dokumentieren. Detaillierte Pace-, GPS- oder Herzfrequenzanalyse ist aber nicht das Produktziel.
Wer Ausdauertraining ernsthaft auswertet, braucht dafür weiterhin eine spezialisierte Lösung.
Eine neue App ist immer zuerst Umgewöhnung
Selbst wenn alle Daten importiert sind, kennst du die Bedienung deiner alten App bereits blind.
Dieser Wechselaufwand ist real.
Eine theoretisch bessere Funktion nützt wenig, wenn dich die neue Oberfläche jedes Training nervt.
Eine einfache Entscheidungshilfe
| Wenn dir vor allem wichtig ist … | Dann passt wahrscheinlich eher … |
|---|---|
| Social Feed, Freunde und Community | Hevy |
| sehr reduziertes, schnelles Logging | Strong |
| Programme, die sich aus deinen Trainingsdaten selbst anpassen | Hevy Trainer |
| ein Plan aus deinen Antworten, nach festen Regeln berechnet | hitPR Adapt (Pro) |
| regelbasierte, nachvollziehbare Progression | hitPR |
| Offline-Nutzung ohne hitPR-Konto | hitPR |
| eigene Cloud-Sicherung statt zentralem App-Account | hitPR |
| du bist mit deiner jetzigen App zufrieden | nicht wechseln |
Das ist keine objektive Rangliste.
Es ist eine Zuordnung nach Arbeitsweise.
Kurz gefasst
Hevy und Strong müssen nicht „schlecht“ sein, damit ein Wechsel sinnvoll wird.
Die bessere Frage lautet:
Passt das Modell der App noch zu der Art, wie ich heute trainiere?
Wenn du einen sozialen Trainingslogger oder eine adaptive Programmplanung möchtest, hat Hevy klare Stärken. Wenn du ein möglichst schnelles, reduziertes Logbuch suchst, ist Strong weiterhin attraktiv.
hitPR ist vor allem dann interessant, wenn du ohne Account und weitgehend offline trainieren, deine Progressionsregeln selbst verstehen und festlegen und deine Daten in einem System halten möchtest, aus dem du sie wieder herausbekommst.
Und bevor du wechselst, gilt unabhängig von der App:
Exportiere zuerst deine Historie.
Wenn du dagegen gerade erst anfängst, dein Training überhaupt festzuhalten, fang lieber hier an — dann ist die App-Frage tatsächlich erst der nächste Schritt.
Angaben zu Hevy und Strong: geprüft im September 2026. Funktionen, Free-Limits und Preise können sich ändern. hitPR ist meine eigene App; dieser Artikel ist deshalb keine unabhängige Produktempfehlung, sondern eine möglichst nachvollziehbare Einordnung der unterschiedlichen Ansätze.
Quellen
Häufige Fragen
Verliere ich meine Trainingshistorie, wenn ich die App wechsle?
Aus welchen Apps kann hitPR importieren?
Welche App zeigt an, welche Muskeln ich zu wenig trainiere?
Wo liegt mein Cloud-Backup?
Braucht hitPR ein Konto?
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